Innovativer Wasserstoff-Hub für Helmstedt

Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur informierten sich am 22. September auf Vermittlung von MdL Veronika Koch und Einladung von Landrat Gerhard Radeck und Avacon-Vorstandsvorsitzenden Marten Bunnemann bei der Avacon AG in Helmstedt über innovative Projekte zur Unterstützung des Strukturwandels in der Region.

Innovative Wasserstoff-Projekte sollen den Strukturwandel im Landkreis Helmstedt voranbringen

„Aufgrund der vorhandenen energiewirtschaftlichen Prägung der Region sowie der hervorragenden infrastrukturellen Voraussetzungen̶ - damit sind die guten Anbindungen an bestehende Strom-, Gas-, Daten- und Verkehrsnetze gemeint̶ - bieten sich gerade in der Helmstedter Region ideale Standortbedingungen für einen innovativen Wasserstoff-Hub“ leitetet Landrat Gerhard Radeck in die Veranstaltung ein. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann sagte dem Landkreis die Unterstützung des Landes zu: „Wasserstoff ist der Energieträger von morgen. Der Aufbau einer starken Wasserstoffwirtschaft gehört zum Kern der niedersächsischen Wirtschafts-, Forschungs- und Klimaschutzpolitik. Die Region setzt mit Wasserstoff auf ein echtes Zukunftsthema und will die regionalen Kräfte hierfür zusammenbringen. Diesen Ansatz begrüße ich ausdrücklich.“

Als Bundesland mit der höchsten Produktion regenerativer Energie will Niedersachsen den nächsten Schritt gehen und die Forschungskompetenzen bei der Entwicklung von „grüner“ Wasserstofftechnologie stärken, um auch bei dieser Zukunftstechnologie eine nationale und europäische Spitzenposition einzunehmen.

„Grüner Wasserstoff wird zu einem Kernelement der Energiewende. Daher begrüße ich sehr, dass diese Zukunftstechnologie in der Region Helmstedt verankert und entlang der gesamten Wertschöpfungskette abgebildet werden soll“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Es freut mich, dass das EFZN die wissenschaftliche Begleitung des Projektes übernimmt. Die enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist wichtig, um solche Vorhaben erfolgreich umzusetzen.„Avacon und EEW Energy from Waste bündeln ihr Know-how und wollen durch eine Kooperation die Wasserstofftechnologie weiter vorantreiben. Um die vollständige Dekarbonisierung bis 2050 zu erreichen, muss fossiles Erdgas sukzessive durch regeneratives Gas ersetzt werden. Hinter dem geplanten Projekt von Avacon und EEW zur Wasserstoff- und darauf aufbauend e-fuel-Entwicklung steht die Idee, eine innovative Power-to-Fuel-Plattform zu realisieren“, erläuterte Marten Bunnemann, Vorstandsvorsitzender der Avacon AG. „Das Projekt könnte als mögliches niedersächsisches Leuchtturmprojekt zur norddeutschen Wasserstoffstrategie dienen, die die Wandlung eines konventionellen Kohlereviers hin zu einem CO2-neutralen Green-Energy-Standort mit langfristig wirtschaftlich erfolgreicher Perspektive demonstriert“, ergänzte Bernard Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung der EEW Energy from Waste GmbH. Für dieses Ziel benötigen EEW und Avacon die Unterstützung des Landes Niedersachsen bei der Umsetzung der erforderlichen bundesrechtlichen Rahmenbedingungen bezüglich der Nationalen Wasserstoffstrategie und einer entsprechenden Förderstruktur zur Marktaktivierung von „grüner“ Wasserstofftechnologie.

Darüber hinaus engagieren sich EEW und Avacon in einem Modellvorhaben zur Wasserstoffmobilität in Helmstedt. Beide Unternehmen sind Teil einer Wertschöpfungskette, die von der Bereitstellung von grünem Strom, der Produktion von Wasserstoff über den Transport und die Bereitstellung von Wasserstoff für die Betankung, der Herstellung von Brennstoffzellenbussen bis hin zu einem ÖPNV-Dienstleister reicht, der eine nachhaltige Mobilität für die Bürger im ländlichen Raum anbieten möchte. [...]

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