Förderbescheid für Phase 2: Digital Production Networks startet in die nächste Netzwerkphase
Deutsch-niederländisches ZIM-Innovationsnetzwerk treibt digitale, nachhaltige und unternehmensübergreifende Produktionslösungen voran.
Göttingen, August 2026 – Ein wichtiger Meilenstein für das deutsch-niederländische Innovationsnetzwerk Digital Production Networks (DPN): Mit dem Förderbescheid für die zweite Netzwerkphase kann DPN seine erfolgreiche Arbeit bis Ende 2028 gefördert fortsetzen und die gemeinsame Entwicklung innovativer Forschungs- und Entwicklungsprojekte weiter vorantreiben.
Im Mittelpunkt des Netzwerks steht die digitale und unternehmensübergreifende Optimierung von Produktionsprozessen in Wertschöpfungsketten. Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Deutschland und den Niederlanden bündeln dafür ihre Kompetenzen. in den Bereichen Digitalisierung, Advanced Materials, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.
Von der Vernetzung zur gemeinsamen Umsetzung
Mit dem Start der zweiten Förderphase hat das Netzwerk die strategische Aufbauarbeit abgeschlossen und konzentriert sich auf die Kooperation inkl. Projektentwicklung. Gemeinsam sollen technologischen Bedarfe in tragfähigen Forschungs- und Entwicklungsprojekten bedient sowie weitere neue Projektideen, auch mit neuen Netzwerkpartnern, entwickelt werden.
Mit dem Förderbescheid für die zweite Netzwerkphase können wir die erfolgreiche Arbeit der ersten Phase fortsetzen: Fünf Projekte laufen bereits, ein weiteres steht im Bewilligungsverfahren, und fünf Konsortien formulieren derzeit ihre Anträge aus. Damit sind elf Vorhaben im Netzwerk, die unterschiedliche Stufen der Produktionswertschöpfungskette verbinden. Weitere Projektideen entstehen laufend.
Damit Prozesse entlang dieser Wertschöpfungsketten effizient, transparent und nachhaltig gestaltet werden können adressiert das Netzwerk:
- digitale Zwillinge für Produkte und Produktionsprozesse,
- sicheren unternehmensübergreifenden Datenaustausch,
- digitale Planung entlang von Wertschöpfungsketten,
- Lösungen für digitale Produktpässe,
- Technologien für Kreislaufwirtschaft und Recycling,
- innovative und nachhaltige Materialien,
- die Rückverfolgbarkeit von Werkstoffen und Produkten sowie
- die Wahrung der Datensouveränität beteiligter Unternehmen.
Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammendenken
Die Anforderungen an produzierende Unternehmen steigen. Neben Kosten, Qualität und Lieferfähigkeit gewinnen die Rückverfolgbarkeit von Materialien, die Dokumentation von Nachhaltigkeitsinformationen, die Kreislauffähigkeit von Produkten und der sichere Austausch von Produktionsdaten zunehmend an Bedeutung.
Digitale Technologien können dabei helfen, diese Anforderungen nicht nur zu erfüllen, sondern als Ausgangspunkt für neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle gewinnbringend zu nutzen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen stehen jedoch häufig vor der Herausforderung, dass die Entwicklung entsprechender Lösungen Kompetenzen aus verschiedenen Branchen und Technologiefeldern erfordert.
DPN schafft dafür einen strukturierten Kooperationsrahmen. Unternehmen müssen komplexe Innovationsvorhaben nicht allein bearbeiten, sondern können ihr Wissen mit anderen Netzwerkpartnern verbinden und gemeinsam Lösungen entwickeln, die über einzelne Unternehmensgrenzen hinausreichen.
Deutsch-niederländische Zusammenarbeit als Innovationstreiber
Digital Production Networks ist als bilaterales deutsch-niederländisches Netzwerk angelegt. Die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen profitieren von unterschiedlichen technologischen Kompetenzen, industriellen Strukturen und Marktzugängen in beiden Ländern.
Das Netzwerk wird gemeinsam von der innos GmbH aus Göttingen und der niederländischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft East Netherlands Development Agency (Oost NL) aus Apeldoorn koordiniert. Beide Netzwerkmanagementeinrichtungen arbeiten seit mehr als 15 Jahren vertrauensvoll zusammen und verbinden erfolgreich grenzüberschreitend Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen bei der Entwicklung technologieorientierter Innovationsprojekte.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen innos und Oost NL zeigt sich auch im Interreg-Projekt „Manufacturing NextMaterials“ (MNM): Kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland und den Niederlanden können im Rahmen offener Ausschreibungen Fördermittel von bis zu 70.000 Euro für ihre Scale-up-Projekte erhalten, wodurch sie innovative Prototypen aus intelligenten und nachhaltigen Materialien in die Produktion und auf den Markt bringen können. Auch hier spielt die Digitalisierung der Produktionstechnologien eine wichtige Rolle. Darüber hinaus bietet MNM Workshops, Schulungen und Matchmaking-Dienste an und unterstützt Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Projektpartnern.
Weitere Projektpartner willkommen
Das Netzwerk richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Innovationsakteure aus den Bereichen Produktion, Digitalisierung, Software, Automatisierung, Werkstofftechnik, Recycling, Kreislaufwirtschaft, Sensorik, Dateninfrastrukturen und industrielle Nachhaltigkeit.
Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die Projektideen einbringen, technologische Kompetenzen ergänzen oder sich an deutsch-niederländischen Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen, mit dem Netzwerkmanagement Kontakt aufzunehmen.
Kontakt
Dr. Andreas Baar
Netzwerkmanager – Digital Production Networks
innos GmbH, Am Goldgraben 11, 37073 Göttingen, Deutschland
E-Mail: baar@innos.global
Telefon: +49 175 587 5518
Hilde van der Pluym
Netzwerkmanagerin – Digital Production Networks
East Netherlands Development Agency (Oost NL), Laan van Malkenschoten 40, 7301 BG Apeldoorn, Niederlande
E-Mail: hilde.vanderpluym@oostnl.nl
Telefon: +31 (0)88 667 01 00
Weitere Informationen:
Digital Production Networks – innos.global
Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert.