Netzwerk für Therapeutische Nukleinsäuren hat sich international aufgestellt – Sobald der deutsche ZIM-Stopp aufgehoben ist, soll die nächste Phase beginnen

Therapeutische Nukleinsäuren zählen zu den vielversprechendsten Zukunftstechnologien der modernen Medizin. Ob RNA-basierte Therapeutika, innovative Drug-Delivery-Systeme oder neue Ansätze der personalisierten Medizin – die Entwicklung dieser Technologien erfordert eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Medizintechnik, Biotechnologie und Industrie. Genau hier setzt das Netzwerk für Therapeutische Nukleinsäuren (TNS) an.

Mit dem Abschluss der Aufbau- bzw. Konzeptionsphase (Phase 1) hat das Netzwerk die Vorbereitung der Internationalisierung abgeschlossen und kann in die nächste Phase (Umsetzungs- bzw. Realisierungsphase) übergehen. Gemeinsam mit dem niederländischen Koordinator Oost NL wurden seit März 2026 die Grundlagen für ein grenzüberschreitendes Innovationsnetzwerk geschaffen, das Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen beider Länder zusammenführt.

Erstes internationales Netzwerktreffen: v.l.n.r.: Niek Wellink (Oost NL), Dr. Georgios Ctistis (Institut für Nanophotonik Göttingen e.V.), Martin Pool (Leiden University Medical Center), Kim Roekevisch und Dr. Floor Wolbers (Saxion University), Dr. Olga Koshkina (Phos4nova), Dr. Rolf Günther (XNApharma), Dr. Karsten Gall (Ionovation), Dr. Andreas Baar (innos)

Ein starkes Fundament wird international

Das TNS baut auf einem etablierten deutschen Netzwerk auf. Zu den langjährigen Partnern gehören innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik, Analytik und universitärer Forschung. Dieses starke Fundament konnte in den vergangenen Monaten gezielt um neue Partner aus Deutschland und den Niederlanden erweitert werden.

Neue deutsche Partner

  • BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH
  • Swabian Instruments GmbH
  • Medizinische Hochschule Hannover
  • Leipzig University – Institute for Drug Discovery

Neue niederländische Partner

  • Ofichem B.V.
  • IamFluidics B.V.
  • Phos4nova B.V.
  • Uneedle B.V.

Zukünftige niederländische Partner

  • Saxion University of Applied Sciences – Applied Nanotechnology Research Group
  • Leiden University Medical Center

Gemeinsam entsteht so ein internationales Innovationsökosystem entlang der gesamten Wertschöpfungskette therapeutischer Nukleinsäuren – von Forschung und Wirkstoffentwicklung über Analytik und Produktion bis hin zu innovativen Drug-Delivery-Technologien und der klinischen Anwendung.


„Mit der Internationalisierung schaffen wir die Grundlage für noch engere Kooperationen zwischen Deutschland und den Niederlanden. Dass wir bereits in der Vorbereitungsphase zahlreiche renommierte Partner gewinnen konnten, zeigt das große Potenzial dieses Netzwerks. Jetzt wollen wir die Zeit nutzen, weitere Akteurinnen und Akteure einzubinden und gemeinsam die Basis für zukünftige Innovationsprojekte zu legen.“
sagt Dr. Andreas Baar, Leiter Innovationsnetzwerk für Therapeutische Nukleinsäuren bei der innos.

Gründungs-Netzwerkpartner

Zum deutschen Netzwerk gehören bereits:

  • Ionovation GmbH
  • Intana BioScience GmbH
  • siTOOLs Biotech GmbH
  • XNApharma GmbH
  • Kapelan Bio-Imaging GmbH
  • KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH
  • emp BIOTECH GmbH
  • GWT-TUD GmbH
  • iPOliS GmbH
  • abberior Instruments GmbH
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Universitätsklinikum Jena
  • Universität Münster (Medizinische Klinik A, UKM)
  • Institut für Nanophotonik Göttingen e.V.

Das Netzwerk richtet sich an Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie weitere Innovationsakteurinnen und -akteure entlang der Wertschöpfungskette therapeutischer Nukleinsäuren. Interessierte Organisationen sind eingeladen, sich aktiv einzubringen und die zukünftige Zusammenarbeit mitzugestalten.

Kontakt

Dr. Andreas Baar
Netzwerkmanager – Netzwerk für Therapeutische Nukleinsäuren (TNS)
E-Mail: baar@innos.global
Telefon: +49 175 587 551 8

Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert.

Kein Bild